Stahlpreis Entwicklung: Preisfrühling im Winter

Eine schleppende Nachfrage und durchwachsene Konjunkturaussichten in vielen Teilen der Welt lassen die Stahlpreise schmelzen.

Die Londoner MEPS (www.meps.co.uk) meldet bspw., dass kaum ein Hersteller in Europa, Amerika oder Asien seine Kapazitäten auslasten kann. Ganz im Gegenteil: Wie zu besten Krisenzeiten fahren viele Stahlkocher ihre Produktion wieder herunter.

Andere ziehen nach Straßenhändlerart übers Land, um ihre Ware loszuschlagen. Hier ein Überblick über die Stahlpreis Entwicklung:

Türkei: Die am deutschen Markt aktiven Hersteller bieten Nachlässe zwischen 50 und 100 €/t.

China: Stahlbleche werden auf dem europäischen Markt für rund für 640 $/t angeboten und Warmbandcoils für 600 $/t FOB. Hinzu kommen allerdings Frachtkosten in Höhe von 65 $ pro 5.000 t!

Frankreich: Die Servicecenter kämpfen um jeden Kunden. Preisnachlässe sind die Regel. Warmgewalzter Stahl wird für unter 500 €/t angeboten.

Italien: Die Händler sind in Panikstimmung. Die ohnehin schwache Nachfrage ist noch schwächer geworden. Hinzu kommt die Dollarschwemme, die den Markt vollends durcheinandergewirbelt hat. Die Händler suchen ihr Heil in regelrechten Preisschlachten.

Spanien: In Spanien ist es das gleiche Bild. Da die Regierung alle staatlichen Investitionsprogramme auf Eis gelegt hat, bleiben die Aufträge aus. Die Stahlpreise gehen in den Keller.

Japan: Seitdem China nicht mehr so viel Stahl bei seinem Nachbarn ein- kauft, sinken die Produktionsmengen und die Preise. Der Branchenprimus Nippon Steel (www.nsc.co.jp/en) schätzt die Lage ausgesprochen pessimistisch ein. Zur mangelnden Nachfrage seitens der chinesischen Einkäufer gesellt sich eine schwächelnde japanische Autoindustrie, die ebenfalls weniger Stahl einkauft. In der Folge senkte Nippon Steel seinen Rohstahlausstoß im 3. Quartal um 3 % auf 8,4 Mio. t. Im 4. Quartal sollen es dann nur noch 8 Mio. t sein.

Praxis-Tipp Stahlpreis Entwicklung:

Nutzen Sie diese Wende am Markt. Zum einen sind die Dumping-Angebote eine gute Argumentationsgrundlage für Preisverhandlungen und zum anderen sind Händler zum Ende des Fiskaljahres zu weiteren Preisnachlässen bereit.

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