Aktuelle Rohstoffpreise

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Aktuelle Rohstoffpreise nutzen bevor die Kostenfalle zuschnappt


Steigende Einkaufspreise durch Produktkostenoptimierungen abwehren
In deutschen Entwicklungsbüros wurden Rohstoffe bislang einzig mit dem Ingenieursblick des Konstrukteurs betrachtet. Kostenfragen spielten dabei kaum oder nur eine untergeordnete Rolle. Obendrein verhinderten es die üblichen Mischkalkulationen, dass Sparpotenziale im Hinblick auf aktuelle Rohstoffpreise erkannt wurden, da die jeweiligen Materialkosten pro Produkt nicht ausgewiesen wurden.

Seitdem aber Stahl, Erdöl und Co. Einen Preisgipfel nach dem anderen erstürmen, setzt bei Produzenten und Konstrukteuren peu a peu ein Umdenken ein. Optimaler Einsatz von Rohstoffen und ingenieurwissenschaftliche Aspekte raufen sich heute bei Neu- und Weiterentwicklungen immer mehr zu funktionierenden Zweckehen zusammen. So ist es dem Mischkonzern Krauss-Maffei z. B. gelungen, Getriebeaufhängungen aus Stahl durch Kunststoff-Substitute und ölpreisabhängige Gummidichtungen durch Silikon-Erzeugnisse zu ersetzen. Einsparungseffekt für die Münchener: 25% der bisherigen Produktkosten.

Diesen Erfolg durften sich aber nicht nur die bayerischen Ingenieure und Entwickler an die Brust heften, sondern auch die Einkäufer von Krauss- Maffei. Was seit Jahren landauf, landab in allen Sourcing-Seminaren gepredigt wird, trägt offensichtlich Früchte-Einkäufer gehören vom ersten Tag mit an die Entwicklertische!

Mit 5 Schritten die Produktionskosten optimieren

  • Alle Fertigungsabläufe überprüfen
  • Produkte vereinfachen
  • Werkstoffe substituieren
  • Produkte standardisieren
  • Wertschöpfungsketten verbessern; (Stichwort: make or buy)

Ein Zaubermittel gegen steigende Rohstoffpreise sind Produktkostenoptimierungen natürlich nicht. Einsparpotenziale von 3% und mehr (jeweils auf den Unternehmensumsatz bezogen) rechtfertigen aber jeden noch so bescheidenen Versuch.

Die Chemieindustrie sitzt in der Rohstofffalle

Nicht im Ölpreis, im intelligenten Materialeinsatz liegen die Einsparpotenziale der Branche Einerseits stöhnt die chemische Industrie unter einer Auftragsflut, andererseits über sinkende Gewinnmargen. Der Grund: Die Unternehmen könnten die gestiegenen Rohstoffpreise nicht ungefiltert an ihre Kunden weiterreichen, klagt ihr Zentralverband (VCI).

Erdöl und Erdgas machten 80% aller Kosten der Kunststoff verarbeitenden Industrie aus. Preissteigerungen beim Materialeinkauf von bis zu 50% innerhalb eines Jahres, wie z. B. bei Polyethylen- Granulat, gingen ans Eingemachte. Zwar haben viele Unternehmen ihre Erzeugerpreise peu a peu erhöht, vor allem die rohstoffnahen und energieintensiven Grundstoffsparten, alles sei aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen.

Laut VCI stünden diese Erhöhungen im Null-Komma-Bereich einem gestiegenen Rohölpreis von fast 10% gegenüber. Zwar habe der starke Euro die Verteuerung etwas abgemildert, dennoch hätten die Preise für Ölderivate, vor allem für Naphtha (Rohbenzin), dem wichtigsten Grundstoff der Chemieindustrie, zwischen Juli und September 2007 um rund 5% angezogen.

Aktuelle Rohstoffpreise - Neue Ideen braucht die Branche

Was der VCI verschweigt, hat der Berliner Forschungs- und Entwicklungsdienstleister demea (www.materialeffizienz.de) herausgefunden: Eine effizientere Materialnutzung im Produktionsprozess bringt den Unternehmen pro Jahr bis zu 250.000 € und mehr an Kosteneinsparungen. Bei der PVT Plastverarbeitung Thüringen GmbH z. B., das Unternehmen produziert Kunststoffteile für die Automobilindustrie, hatten die Berliner Einsparpotenziale in Höhe von 2,56% des Jahresumsatzes entdeckt.

Zum Erfolg hatten eine Bestands- und Verpackungsoptimierung, ein verbesserter Materialf luss, eine perfektionierte Logistik sowie eine schlankere Materialwirtschaft (Disposition, Planung, Steuerung) beigetragen. Auch die Fried Kunststofftechnik GmbH in Urbach in Baden-Württemberg konnte ihre Kosten durch die Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur um 90.000 € senken.

Praxis-Tipp:
Nutzen Sie die Untersuchungsergebnisse von demea. Sie liefern Ihnen schlagkräftige Argumente, um

  1. neue Preisforderungen Ihres Kunststoffzulieferers abzuwehren
    und
  2. ihn im Gegenzug zu Prozessverbesserungen aufzufordern.

Aktuelle Rohstoffpreise bei Rohstoffeinkauf aktuell

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