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Stahlmarkt: Es geht weiter aufwärts - mit den Preisen

veröffentlicht am 25.03.2011 unter Rohstoffeinkauf
Anders als bei Metallen, insbesondere bei den Seltenen Erden, ist nicht die Versorgungssicherheit das große Problem, sondern die volatile Preissituation. Das dürfte bis Ende des 2. Quartals 2011 auch so weitergehen. Aber selbst dann ist mit einem vergleichsweise hohen Preisniveau zu rechnen:
  • Stahl wird auch in den so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) immer teurer. Flachstahl legte bspw. in Brasilien im Februar um bis zu 15 % zu, (liegt aber immer noch deutlich unter vergleichbaren Weltmarktpreisen von knapp 1.000 $/t), Russland: +17 %, Indien: + 10 %, China: +5 %.
  • Eisenerz bleibt ein Spielball der Bergbaukonzerne und Finanzmärkte. Daran wird sich erst auf lange Sicht etwas ändern, wenn in 3- 4 Jahren neue Minen ihre Produktion aufnehmen. Physisches Material ist jedenfalls genug vorhanden.
  • Kohle bleibt teuer, da die Produktionsausfälle in Australien noch immer nachwirken. Am Spotmarkt werden für die Qualität 11 % Asche gegenwärtig rund 475 $/t (C&F Nordwest-Europa) verlangt.
  • Schrott wird immer stärker nachgefragt. Mit weiter anziehenden Preisen ist zu rechnen. Am belgischen Markt stieg SM-Schrott auf 285 €/t: 15 €/t mehr als noch vor 4 Wochen.
PRAXIS-TIPP: Türkische Hersteller sind derzeit eine Lieferalternative, da deren größter Abnehmermarkt Nordafrika wegen der dortigen Unruhen nahezu zusammengebrochen ist.
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