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Internationale Märkte: Wettbewerbsvorsprung durch Information

veröffentlicht am 06.12.2010 unter Rohstoffeinkauf
Dass Einkaufen heutzutage vor allem ein Informationsberuf ist, sollte allgemein bekannt sein. Ohne detaillierte Kenntnisse der Branchenspielregeln, der einzelnen Lieferunternehmen und vor allem der Märkte ist bei der Beschaffung kein Blumentopf mehr zu gewinnen.
Frei nach dem Grundsatz: Wer mehr weiß, zahlt weniger. Bspw. ist nicht Asien der wichtigste Beschaffungsmarkt für europäische Unternehmen, sondern Mittel-/Osteuropa (MOE). Dort liegt der Betreuungsaufwand einer Lieferantenbeziehung (Personal- und Reisekosten) je nach Region und Produktkomplexität bei rund 5.000 €/ Jahr, in Asien aber bei ca. 35.000 € / Jahr!

Neben den reinen Kosten- und Qualitätsaspekten sollten in Ihre Entscheidungsfindung für oder gegen einen Beschaffungsmarkt auch
  • die politische Stabilität des Landes,
  • die wirtschaftliche Dynamik,
  • der Stand der Infrastruktur (entwickelt, hinnehmbar, schlecht)
  • das wissenschaftlich-technologische Potenzial mit einfließen.
Insider-Tipps sind derzeit Tunesien (Rohstoffe) und die Türkei (Sonderwirtschaftszone TOSB, Autoteile, www.tosb.com.tr).
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