Industriemetalle: Auf zu neuen Ufern
veröffentlicht am 02.03.2012 unter Rohstoffeinkauf
Wie zum Beispiel das Kupferprojekt in der mitteldeutschen Lausitz oder neue Bergwerke für Flussspat und Schwerspat im Erzgebirge. Im Erkundungsstadium befinden sich dort auch Abbaumöglichkeiten für die wichtigen Seltenerdmetalle Lithium, Germanium, Indium, Wolfram, Molybdän und Tantal.
Vor gut einem Jahr hatten Vale & Co. noch von Eisenerzpreisen jenseits der 200-Dollar-Marke geträumt. Mit fast 195 $/t sind sie Anfang 2011 diesem Ziel auch recht nahe gekommen. Dann machten den Konzernen aber nicht nur die diversen Schuldenkrisen einen Strich durch die Rechnung, sondern auch neu eröffnete Eisenerzminen in aller Welt.
Die Angaben dazu schwanken zwischen 5 und 7 neuen Förderstätten, die noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen wollen. Physisch ist also genügend abbaubares Material vorhanden.
Quelle: Internationaler Währungsfond (IWF)
Im Häufigkeitsranking steht das rote Metall an 25. Stelle. Die Hauptabbaugebiete befinden sich in Zentralafrika, in den südamerikanischen Kordilleren und im Kanadischen Schild (östliches Kanada und nördliche USA).
Dort und in den wichtigsten chilenischen Minen sind die Produktionszahlen im vergangenen Jahr kontinuierlich zurückgegangen. BHP Billiton meldete für 2011 z. B. ein Minus von 24 % (zum Vorjahr). Korrespondierend dazu sind die Lagerbestände an der London Metal Exchange (LME) seit Herbst 2011 um 70.000 t auf rund 380.000 t gefallen.
Ganz Ähnliches spielte sich auch in den Lagerhäusern der Shanghai Future Exchange (SHFE) ab. Dort schätzt man die Bestände auf 74.000 t. Durchaus denkbar also ist, dass 2012 das Material knapper wird und die Preise wieder nachhaltig steigen.
Quelle: www.godmode-trader.de
An diesem Grundproblem hat sich nicht viel geändert. Die Aluminiumherstellung ist bis auf den Tag höchst energieintensiv. Und so wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht Verknappung der zukünftige Preistreiber sein (die Lagerbestände sind seit Jahren stabil), sondern die Verfügbarkeit von Energie, genauer von Strom. Der aber fehlt beim zweitgrößten Aluminiumschmelzer China immer öfter.
Notgedrungen musste Peking im Herbst 2011 zwangsweise Aluminiumhütten schließen. Dem Markt standen daraufhin 120.000 t weniger Material zur Verfügung. Dass es trotzdem nicht zu Preisexplosionen kam, ist den neuen Aluminiumhütten in der Golfregion zu verdanken. Sie haben die Mindermengen weitgehend kompensiert und marktstabilisierend gewirkt. Denn am Golf ist massenhaft vorhanden, was anderswo fehlt – Energie
Quelle: www.godmode-trader.de
Besagten neuen Erforschungs- und Fördertechnologien ist es zu verdanken, dass die Schätzungen abbaubarer Vorkommen in den vergangenen Jahren ständig nach oben revidiert werden konnten. Synchron dazu erhöhte sich auch der Ausstoß der 3 wichtigsten Förderländer (Angaben für 2010):
Quelle: www.godmode-trader.de
Kein anderes der 6 an der LME gehandelten Industriemetalle musste einen größeren Wertverlust hinnehmen. Daran dürfte sich auch in nächster Zeit nicht allzu viel ändern. Ungefähr zeitgleich sind nämlich die Lagerbestände an der LME um satte 1.350 % gestiegen! Im Juli 2011 erreichten sie z. B. ein Rekordhoch von 894.000 t. Davon sind heute immer noch knapp 750.000 t übrig. Bei einem Weltjahresverbrauch von rund 11 Mio. t können die Preise also kaum große Sprünge machen.
Quelle: www.godmode-trader.de
Mit gegenwärtigen Technologien werden schon heute rund 4,5 Mio. t/Jahr wiedergewonnen – eine Menge, die ganz erheblich die globalen Nickelreserven von geschätzten 70 bis 170 Mio. t schont.
Nach Berechnungen der International Nickel Study Group (INSG) werden u. a. diese Recyclingmengen für einen Materialüberschuss von 70.000 t in diesem Jahr sorgen, was den brasilianischen Minenkonzern Vale allerdings nicht davon abhält, sich die Lage schönzureden. Vale rechnet statt gegenwärtig rund 18.500 $/t mit einem Durchschnittspreis von 23.500 $/t für 2012.
Quelle: www.godmode-trader.de
Damals zog Indonesien als größter Zinnproduzent die Notbremse und verhängte ein Ausfuhrverbot, um die Preise zu stützen. Der Markt zeigte sich davon wenig beeindruckt. Noch, muss man hinzufügen.
Zwar wird Zinn immer öfter recycelt, die mit heutiger Technik abbaubaren Reserven von knapp 6 Mio. t. reichen bei einem globalen Jahresverbrauch von 300.000 t aber nur noch 20 Jahre. Diese abzusehende Materialverknappung in Kombination mit Chinas Zinnbedarf (weltgrößter Verbraucher) dürfte die Preise dauerhaft steigen lassen.
Quelle: www.godmode-trader.de
Eisen gab einem ganzen Zeitalter den Namen
Wer heute von Eisen redet, meint allerdings in erster Linie Eisenerz. Und da sorgen die Handels- und Preisstrategien der Minenkonzerne immer wieder für Schlagzeilen.| Symbol | Ordnungszahl | Atommasse |
| Fe | 26 | 55,847 |
Vor gut einem Jahr hatten Vale & Co. noch von Eisenerzpreisen jenseits der 200-Dollar-Marke geträumt. Mit fast 195 $/t sind sie Anfang 2011 diesem Ziel auch recht nahe gekommen. Dann machten den Konzernen aber nicht nur die diversen Schuldenkrisen einen Strich durch die Rechnung, sondern auch neu eröffnete Eisenerzminen in aller Welt.
Die Angaben dazu schwanken zwischen 5 und 7 neuen Förderstätten, die noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen wollen. Physisch ist also genügend abbaubares Material vorhanden.
Quelle: Internationaler Währungsfond (IWF)
Kupfer war einst Vorreiter
Es ist das erste Metall, aus dem Gebrauchsgegenstände hergestellt wurden.| Symbol | Ordnungszahl | Atommasse |
| Cu | 29 | 63,546 |
Im Häufigkeitsranking steht das rote Metall an 25. Stelle. Die Hauptabbaugebiete befinden sich in Zentralafrika, in den südamerikanischen Kordilleren und im Kanadischen Schild (östliches Kanada und nördliche USA).
Dort und in den wichtigsten chilenischen Minen sind die Produktionszahlen im vergangenen Jahr kontinuierlich zurückgegangen. BHP Billiton meldete für 2011 z. B. ein Minus von 24 % (zum Vorjahr). Korrespondierend dazu sind die Lagerbestände an der London Metal Exchange (LME) seit Herbst 2011 um 70.000 t auf rund 380.000 t gefallen.
Ganz Ähnliches spielte sich auch in den Lagerhäusern der Shanghai Future Exchange (SHFE) ab. Dort schätzt man die Bestände auf 74.000 t. Durchaus denkbar also ist, dass 2012 das Material knapper wird und die Preise wieder nachhaltig steigen.
Quelle: www.godmode-trader.de
Aluminium hat ein Energieproblem
Selbst die erste Elektrolyse auf der Pariser Weltausstellung gelang 1855 nur mit massiver finanzieller Unterstützung von Napoleon III.| Symbol | Ordnungszahl | Atommasse |
| Al | 13 | 26,982 |
An diesem Grundproblem hat sich nicht viel geändert. Die Aluminiumherstellung ist bis auf den Tag höchst energieintensiv. Und so wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht Verknappung der zukünftige Preistreiber sein (die Lagerbestände sind seit Jahren stabil), sondern die Verfügbarkeit von Energie, genauer von Strom. Der aber fehlt beim zweitgrößten Aluminiumschmelzer China immer öfter.
Notgedrungen musste Peking im Herbst 2011 zwangsweise Aluminiumhütten schließen. Dem Markt standen daraufhin 120.000 t weniger Material zur Verfügung. Dass es trotzdem nicht zu Preisexplosionen kam, ist den neuen Aluminiumhütten in der Golfregion zu verdanken. Sie haben die Mindermengen weitgehend kompensiert und marktstabilisierend gewirkt. Denn am Golf ist massenhaft vorhanden, was anderswo fehlt – Energie
Quelle: www.godmode-trader.de
Blei, das Schwergewicht unter den Metallen
Metallurgisch ist das reichlich vorhandene Metall bereits seit 5000 v. Chr. bekannt.| Symbol | Ordnungszahl | Atommasse |
| Pb | 82 | 207,200 |
Besagten neuen Erforschungs- und Fördertechnologien ist es zu verdanken, dass die Schätzungen abbaubarer Vorkommen in den vergangenen Jahren ständig nach oben revidiert werden konnten. Synchron dazu erhöhte sich auch der Ausstoß der 3 wichtigsten Förderländer (Angaben für 2010):
- China, 1,7 Mio. t,
- Australien, 0,7 Mio. t, und
- USA, 0,5 Mio. t.
Quelle: www.godmode-trader.de
Zink musste Federn lassen
Verlangten Händler vor 5 Jahren im Durchschnitt noch 4.580 $/t, müssen sie sich heute mit nicht einmal 2.000 $/t begnügen.| Symbol | Ordnungszahl | Atommasse |
| Zn | 30 | 65,380 |
Kein anderes der 6 an der LME gehandelten Industriemetalle musste einen größeren Wertverlust hinnehmen. Daran dürfte sich auch in nächster Zeit nicht allzu viel ändern. Ungefähr zeitgleich sind nämlich die Lagerbestände an der LME um satte 1.350 % gestiegen! Im Juli 2011 erreichten sie z. B. ein Rekordhoch von 894.000 t. Davon sind heute immer noch knapp 750.000 t übrig. Bei einem Weltjahresverbrauch von rund 11 Mio. t können die Preise also kaum große Sprünge machen.
Quelle: www.godmode-trader.de
Nickel wird immer öfter recycelt
Neben neuen Erforschungs- und Fördertechnologien werden innovative Recyclingverfahren die Rohstoffmärkte der Zukunft erheblich beeinflussen, auch bei Nickel.| Symbol | Ordnungszahl | Atommasse |
| Ni | 28 | 58,690 |
Mit gegenwärtigen Technologien werden schon heute rund 4,5 Mio. t/Jahr wiedergewonnen – eine Menge, die ganz erheblich die globalen Nickelreserven von geschätzten 70 bis 170 Mio. t schont.
Nach Berechnungen der International Nickel Study Group (INSG) werden u. a. diese Recyclingmengen für einen Materialüberschuss von 70.000 t in diesem Jahr sorgen, was den brasilianischen Minenkonzern Vale allerdings nicht davon abhält, sich die Lage schönzureden. Vale rechnet statt gegenwärtig rund 18.500 $/t mit einem Durchschnittspreis von 23.500 $/t für 2012.
Quelle: www.godmode-trader.de
Zinn: Volatiler geht’s kaum
Zwischen April und August 2011 verlor das wichtige Legierungsmetall über 10.000 $/t.| Symbol | Ordnungszahl | Atommasse |
| Sn | 50 | 118,690 |
Damals zog Indonesien als größter Zinnproduzent die Notbremse und verhängte ein Ausfuhrverbot, um die Preise zu stützen. Der Markt zeigte sich davon wenig beeindruckt. Noch, muss man hinzufügen.
Zwar wird Zinn immer öfter recycelt, die mit heutiger Technik abbaubaren Reserven von knapp 6 Mio. t. reichen bei einem globalen Jahresverbrauch von 300.000 t aber nur noch 20 Jahre. Diese abzusehende Materialverknappung in Kombination mit Chinas Zinnbedarf (weltgrößter Verbraucher) dürfte die Preise dauerhaft steigen lassen.
Quelle: www.godmode-trader.de









