Die Japankatastrophe lehrt: Eine globale Beschaffung braucht viele Quellen
veröffentlicht am 09.11.2011 unter Rohstoffeinkauf
Nach monatelangen Reparaturarbeiten will der Darmstädter Chemie- und Pharmariese zwar seine Anlagen für die Produktion von Perlglanzpigmenten im Werk Onahama wieder anlaufen lassen, prüft aber auch, ob es Lieferalternativen in Europa gibt.
Besonders habe die IT-Industrie zu leiden gehabt. Der Hightech-Verband Bitkom meint, dass jedes 6. Unternehmen von Lieferengpässen betroffen sei. „Die Japankrise hat die Schwächen globaler Lieferketten bloßgelegt“, konstatiert Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer.
Praxis-Tipp: Multi Sourcing ist keine Wissenschaft. Für die Anfangsanalyse reicht auch eine einfache Tabelle. Spalte A: Unsere wichtigsten Lieferanten. Spalte B: Auswirkungen bei Lieferausfall. Spalte C: Alternative Lieferquellen.
Tracking-Systeme sollen Lieferketten sicherer machen, heißt es oft. Theoretisch wohl schon. Praktisch aber braucht ihre Datenpflege so viel Zeit, wie niemand hat.
Die Gefahren des Single Sourcing
Single Sourcing war gestern
Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls die Wiener Consulting-Agentur EFS. Nach massenhaften Lieferausfällen oder Liefereinschränkungen sei das Risikobewusstsein quer durch alle Branchen gestiegen.Besonders habe die IT-Industrie zu leiden gehabt. Der Hightech-Verband Bitkom meint, dass jedes 6. Unternehmen von Lieferengpässen betroffen sei. „Die Japankrise hat die Schwächen globaler Lieferketten bloßgelegt“, konstatiert Bitkom-Chef August-Wilhelm Scheer.
Multi Sourcing kommt morgen
Diese gestörten Lieferketten verlangen geradezu, das Zulieferspektrum breiter zu streuen, bspw. durch Multi Sourcing. Die Vorteile liegen auf der Hand:- geringere Abhängigkeit,
- größere Liefertreue und Versorgungssicherheit,
- erhöhter Wettbewerbsdruck auf Lieferanten,
- flexibleres Reagieren auf veränderte Marktbedingungen (Naturkatastrophen wie in Japan, Preissprünge wie vor ein paar Wochen) u. v. m.
Praxis-Tipp: Multi Sourcing ist keine Wissenschaft. Für die Anfangsanalyse reicht auch eine einfache Tabelle. Spalte A: Unsere wichtigsten Lieferanten. Spalte B: Auswirkungen bei Lieferausfall. Spalte C: Alternative Lieferquellen.
Tracking-Systeme sollen Lieferketten sicherer machen, heißt es oft. Theoretisch wohl schon. Praktisch aber braucht ihre Datenpflege so viel Zeit, wie niemand hat.









