Aluminiumpreise

Aluminium-Preise: Kein Preishoch in Sicht

Aluminiumpreise

Konjunkturdaten allein machen noch keinen Frühling. An den Rohstoffmärkten ist viel zu oft der Wunsch der Vater der Statistik. Bspw. steht Aluminium in der Urform Bauxit praktisch unbegrenzt zur Verfügung.

Hinzu kommen gewaltige Überkapazitäten. Malaysia stampft auf Borneo gerade die weltweit größte Aluminiumhütte aus dem Boden. Entwicklungen, die jetzt und in Zukunft keine Preishöhenflüge rechtfertigen. Von der sich nur langsam erholenden Weltwirtschaft einmal ganz abgesehen.

Folgenlos werden auch nicht die neuen Recycling- Techniken sein. 2010 wird z. B. der globale Alumini - umausstoß bei 58 Mio. t liegen. Davon gehen bereits heute 30 % in die Sekundärproduktion. In 10 Jahren wird der Recycling-Anteil auf über 40 % gestiegen sein. Preise von durchschnittlich 2.000 $/t wie im 1. Quartal 2010 sind dann zwar unwahrscheinlich, aber auch keine Spitzennotierungen wie im Juni 2008 von knapp 3.400 $/t.

Aluminium: Hohe Lagerbeständen dämpfen Preise

An den internationalen Metallbörsen türmen sich Materialberge von rund 4,5 Mio. t auf. Vor Jahresfrist waren es nur 1,2 Mio. t. Eine Menge, die spürbar auf die Preise drückt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Aluminium im Gegensatz zu anderen Industriemetallen übers Jahr 2009 nur um bescheidene 14 % zulegen konnte.

Die weitere Entwicklung hängt wieder einmal von China ab, seit 2003 der weltgrößte Aluminiumproduzent. Über Jahre hatten Partei und Regierung Produktion und Exporte massiv forciert. Die Folge waren nicht nur erhebliche ökologische Probleme, sondern auch Dauerengpässe bei der Elektrizitätsversorgung.

Nun rudert Peking zurück und hat Produktionskürzungen angekündigt. 2010 sollen es zwar nur rund 5 % sein, es ist aber gut möglich, dass China in nicht allzu ferner Zeit vom Exporteur zum Importeur von Primäraluminium wird. Genauso wie einst bei der Kohle geschehen.

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